Ich glaube, eigentlich ist Astrid Lindgren schuld. Oder Peter Lustig. Oder beide?!
Sehnsüchtig habe ich die Filme der Kinder aus Bullerbü und Michel aus Lönneberga angesehen und wäre gerne mit ihnen in die Apfelbäume geklettert und über die Wiesen gestreift. Und wie schön musste es sein, wie Peter Lustig in einem Bauwagen mitten in einem verwilderten Garten zu leben?!
Ein Leben mitten in der Natur, das war und ist seit ich denken kann mein größter Traum….
Aber ich bin in einer Wohnung im zweiten Stock eines Mehrfamilienhauses mitten in Freising aufgewachsen. Weit weg von Bullerbü und den Apfelbäumen. Und dennoch mit einem unstillbaren Bedürfnis nach Natur, Garten, Blumen und Tieren.
Glücklicherweise gab es da aber den Garten meiner Großeltern auf dem Land, wo wir regelmäßig zu Besuch waren. Dort war ich mit meiner Schwester ständig unterwegs im Wald, auf Wiesen und Feldern, an Tümpeln, um Kaulquappen zu beobachten und auf den umliegenden Bauernhöfen, um die dortigen Katzen zu streicheln. Ich erinnere mich noch gut daran, dass ich als Kind schon gerne beim Gießen und Pflanzen geholfen habe und mich für Blumen jeglicher Art begeistert habe.
Und die Begeisterung ist geblieben.
Mit 15 Jahren habe ich dann mein erstes Gartenbuch gekauft. “Der Bio-Garten“ von Marie-Luise Kreuter. Und von da an gab es kein Halten mehr! Omas Garten wurde einmal „durchgepflügt“ und unser Balkon war auf einmal übervoll mit Kräutern und Blumen. Ich legte gemeinsam mit meiner Schwester einen Teich an, säte eine Wildwiese, pflanzte Obst, Rosen, Kletterpflanzen, Sommerblumen und unzählige Stauden. Und obwohl es ein Wochenendgarten war, war er für mich und meine Familie etwas ganz Besonderes.