einen Christbaum wie aus alter Zeit, selbstgeschlagen im märchenhaft winterlichen Wald. Mit unseren Liebsten im Schlepptau ziehen wir deshalb mollig warm eingepackt los, nehmen Werkzeug und eine extra Portion Muskelkraft mit und machen uns auf den Weg. Am Waldrand angekommen, atmen wir erst einmal durch und genießen die klare Winterluft und die Stille. Vorweihnachtliche Freude macht sich breit, als wir am Waldrand entlang „unserem“ Christbaum entgegenstapfen.
Umgeben von altehrwürdigen Eichen und Kiefern stehen sie da – lauter potentielle Weihnachtsbäume, einer schöner als der andere! Es duftet unvergleichlich nach Tannengrün und die Entscheidung fällt schwer, sieht man doch hier den Wald vor lauter Bäumen nicht!
Wir lassen uns vieeel Zeit beim Aussuchen, denn so eine Entscheidung will wohl überlegt sein… Der dort drüben ist wunderbar – und der hier noch viel schöner – so gerade gewachsen! Aber wir wollten doch dieses Jahr mal einen anderen, nicht immer eine Nordmann-Tanne! Wir beschließen nach langer Diskussion, eine Omorika-Fichte zu nehmen. Ihr wird in diesem Jahr die Ehre zuteil, unseren Weihnachtsschmuck tragen zu dürfen. Nebenbei ist sie bereits selbst wunderhübsch geschmückt mit kleinen Zapfen!
Und so ist er also gekommen: der Moment, in dem wir selber Hand anlegen und beherzt zur Säge greifen – oder vielmehr Papa. Die Familienehre steht für ihn auf dem Spiel und er sägt, was das Zeug hält. Dann ist es geschafft- der allerschönste Baum gehört uns!
Die Finger sind mittlerweile bei allen klamm und die Näschen rot und es wird höchste Zeit, sich etwas aufzuwärmen. Papa hat sich den Glühwein und eine Stärkung wirklich verdient und für die Kleinen gibt es Kinderpunsch. Wir stehen um das knisternde Lagerfeuer herum und sind mächtig stolz auf unseren Christbaum und natürlich auch auf Papa, der ihn so heldenhaft für uns gefällt hat!